Was sind die teuersten und günstigsten Wohnlagen in Paderborn

Die Neue Westfälische über Grundstückspreise in Paderborn

Wer in Paderborn ein Haus kaufen oder verkaufen möchte, stellt sich schnell die Frage: Was ist mein Grundstück wert? Ein zentraler Anhaltspunkt dafür sind die Bodenrichtwerte.

Redakteur Niklas Tüns hat dazu am 10. Mai 2025 in der Neuen Westfälischen einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht. Seine Recherchen und das Interview mit unserem Geschäftsführer Matthias Thater dienen als Grundlage für diesen Beitrag.

Wir greifen die wichtigsten Aussagen auf, ergänzen sie mit unserer Marktperspektive und geben Ihnen eine kompakte Übersicht über die aktuellen Preisentwicklungen in den Paderborner Wohnlagen.

Der Grundstücksmarkt in Paderborn: Viel Bewegung, wenig Veränderung

Lange Jahre kannten die Grundstückspreise in Paderborn nur eine Richtung: Es ging steil nach oben. Inzwischen hat sich der Markt beruhigt. Die meisten Bodenrichtwerte bleiben stabil. Das bestätigt auch Markus Schräder vom Gutachterausschuss der Stadt Paderborn: „Bei den Verkaufsfällen im vergangenen Jahr konnten wir keine großen preislichen Veränderungen bei Baulandpreisen feststellen.“

Achtung: Hohe Bodenrichtwerte führen oft zu Missverständnissen

Trotz der Seitwärtsbewegung bleiben die Richtwerte für bebaubare Grundstücke auf hohem Niveau. Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir bei thater IMMOBILIEN, dass dies bei privaten Verkäufern häufig zu überzogenen Erwartungen führt. Denn: Der Bodenrichtwert ist zunächst mal eins – ein Richtwert! Es ist also ein Mittelwert ohne Berücksichtigung eines speziellen Bauplatzes. Dies gilt natürlich auch für das Stadtgebiet von Paderborn und Grundstückseigentümer sollten bei der Werteinschätzung Faktoren wie die Bebaubarkeit, die Himmelsrichtung und die Lage im Quartier berücksichtigen. Zusätzlich beeinflusst die aktuelle Nachfrage, die Zinssituation oder auch der Zustand des Grundstücks, den Wert des Bauplatzes.

Matthias-Thater-Geschäftsführer-thater-IMMOBILIEN

Matthias Thater

„Ich finde es richtig, dass die Gutachterausschüsse beobachten, was tatsächlich an Verkäufen passiert, und nicht spekulieren.”

Matthias Thater, Geschäftsführer

Die teuren Wohnlagen in Paderborn

  • Innenstadt: Teuer rund um den Dom – 660 bis 2.000 Euro/m²
    Die höchsten Bodenrichtwerte finden sich im Innenstadtbereich. Vor allem rund um den Dom ist es richtig teuer. Die Westernstraße liegt mit 2.000 €/m² an der Spitze – gilt aber nicht als typische Wohngegend.
  • Südstadt: Hohe Preise durch Top-Infrastruktur – 540 bis 820 Euro/m²
    Die Südstadt punktet mit bester Lage und Infrastruktur – und bleibt daher trotz leicht fallender Werte sehr gefragt. Besonders teuer ist die Mallinckrodtstraße.
  • Riemeke: Im Aufwind – 480 bis 670 Euro/m²
    Durch die Entwicklung des Alanbrooke-Geländes gewinnt das Riemekeviertel weiter an Attraktivität. Die Nähe zur Innenstadt und viele Grünflächen machen das Viertel beliebt.
  • Fischteiche: Urban und grün zugleich – 610 bis 790 Euro/m²
    Wer hier wohnt, lebt ruhig, grün – und ist dennoch schnell in der Innenstadt. Ein Mix, der seinen Preis hat.
  • Schloß Neuhaus und Elsen – 400 bis 560 Euro/m²
    Diese Stadtteile sind besonders bei Familien beliebt. Mit dem Schloss, schönen Naherholungsgebieten und guter Infrastruktur bieten sie eine hohe Lebensqualität.

Balkon Innenstadt Wohnung Paderborn - Blick auf den Dom

Innenstadt-Wohnlage mit Dom-Blick

Die günstigeren Wohnlagen in Paderborn

Bodenrichtwertkarte-Paderborn-Stand-Mai-2025

Bodenrichtwertkarte Paderborn

  • Wewer: Aufsteiger mit Potenzial – 310 bis 450 Euro/m²
    Wewer hat in den letzten Jahren eine positive Entwicklung genommen – durch Investitionen in Infrastruktur und Bildung.
  • Marienloh und Sande – 310 bis 410 Euro/m²
    Ruhige Wohnlagen mit guter Anbindung und Nähe zur Natur – ideal für alle, die etwas abseits der City wohnen möchten.
  • Kaukenberg: Gemischtes Bild – 340 bis 370 Euro/m²
    Der Stadtteil ist heterogen bebaut – mit schönen Straßenzügen, aber auch größeren Wohnblocks. Die Preisstruktur spiegelt diese Vielfalt wider.
  • Sennelager: Preiswert mit Entwicklungspotenzial – 240 bis 400 Euro/m²
    Die Kasernennähe bremst die Entwicklung – doch das Potenzial ist da.
  • Dahl, Neuenbeken und Benhausen: Leichte Preisanstiege – 210 bis 390 Euro/m²
    Im Osten der Stadt sind die Bodenrichtwerte zuletzt leicht gestiegen. Das deutet auf einen Nachholeffekt hin.
  • Sande: Attraktiv für Pendler – 310 bis 360 Euro/m²
    Mit der guten Verkehrsanbindung an B64 und A33 sowie den Paderborner Seen direkt vor der Haustür hat diese Wohnlage einiges zu bieten.

Quellenhinweis: Dieser Beitrag basiert inhaltlich auf dem Artikel „Wohnen in Paderborn: Das sind die günstigsten und teuersten Wohnviertel“ von Niklas Tüns, erschienen am 10.05.2025 in der Neuen Westfälischen. Wir bedanken uns für die ausführliche Recherche und die Möglichkeit, die Aussagen unseres Geschäftsführers Matthias Thater im Zusammenhang weiterzugeben.

Fazit: Bodenrichtwerte bieten Orientierung – aber kein Preisschild

Die Bodenrichtwerte sind ein hilfreicher Ausgangspunkt für die Wertermittlung – aber kein Garant für den tatsächlichen Verkaufspreis.

„Der echte Verkaufspreis hängt auch von Zustand, Lage und Nachfrage ab – nicht nur vom Richtwert.”

Christoph Wietfeld, Wertermittler

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